Invasive Arten

„Jede invasive Art ist eine Erinnerung daran,
wie zerbrechlich das Gleichgewicht der Natur ist.“

Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse ist ein Schädling, der sich in Europa und inzwischen auch in der Schweiz rasch ausbreitet. Das Insekt baut seine Primärnester geschützt in der Nähe von Häusern und die Sekundärnester hoch oben in Baumkronen. Asiatische Hornissen jagen Insekten wie Honigbienen, um ihre Larven zu ernähren und schaden unserem Ökosystem extrem. Sichtungen bitte umgehend melden.

Invasive Pflanzen

Invasive Neophyten sind gebietsfremde Problempflanzen, welche unserer Flora schaden. Hier findest du eine Praxishilfe, um diese zu erkennen und richtig zu behandeln. 

Ein kurzer Einblick von SRF über  das Verkaufsverbot von
Kirschlorbeer, Sommerflieder und Co (2024) findest du hier. 
Ein kurzer Einblick vom Schweizer Fernsehen zum Neophyten-Thema (2018)

Einjährige Berufkraut

Das Einjährige Berufkraut ist ein invasiver Neophyt, der sich stark ausbreitet. Aus Einzelpflanzen entstehen schnell dichte Bestände. Betroffen sind vor allem die Landwirtschaft, Naturschutzflächen, Magerwiesen, Strassenränder, Flachdächer und Industriebrachen. Deshalb: Wehret den Anfängen!

Einzelpflanzen können gut durch Ausreissen bekämpft werden. Bei grossen Beständen ist ständiges Mähen nötig. Entsorgt wird es über den Kehricht. Bei der Gemeinde können Nephytensammelsäcke kostenlos bezogen werden. 

Du möchtest helfen? 

In Rebstein arbeiten viele Freiwillige bei der Bekämpfung des einjährigen Berufkrautes. Falls auch du mithelfen möchtest, melde dich bei uns. Wir freuen uns immer über helfende Hände und leiten dich an die verantwortliche Person weiter.

Asiatische Tigermücke

Die asiatische Tigermücke ist eine invasive Mückenart aus Südostasien, die sich weltweit verbreitet hat und Krankheiten überträgt. Sie ist tagaktiv und legt ihre Eier in stehendes Wasser, was ihre Verbreitung in urbanen Gebieten begünstigt und eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Um die Vermehrung von Mücken zu verhindern, sollten Wasseransammlungen vermieden und stehendes Wasser regelmäßig erneuert werden. Gießkannen, Eimer und andere Behälter sollten nach Gebrauch entleert und umgedreht gelagert werden, während Regenrinnen vom Laub befreit und Wasserbehälter wie Tränken regelmäßig gereinigt werden. Regenfässer sollten mit Mückennetzen abgedeckt, und Wasser in Planschbecken sowie Spielzeug regelmäßig ausgetauscht werden. Abgestandenes Wasser gehört direkt auf den Boden und nicht in den Gully.

Tigermücke gesichtet?

Bei der Meldung einer Tigermücke, solltest du ein paar Anweisungen folgend. Auf der Website des schweizerischen Mückennetzwerkes findest du alle nötigen Angaben dazu. 

Katzen - eine Bedrohung für die Tierwelt

Katzen sind zwar keine invasive Tierart, trotzdem stellen sie ein riesiges Problem für unsere Artenvielfalt dar. In den letzten 25. Jahren ist die Population um rund ein drittel gestiegen. Das heisst, in der Schweiz leben zur Zeit ca. 1,7 Millionen Katzen, welche schätzungsweise mehr als 10 Millionen Wildtiere pro Jahr erbeuten (Quelle: SRF 2023).

Was schafft Abhilfe?
  • Tiere kastrieren und chippen lassen
  • Glöckchen um den Hals des Tieres
  • Einschränken des Freigangs während der Vogelbrutzeit (April – Juni)
  • Einfach weniger Katzen – überleg dir genau, wenn deine Katze stirbt, ob du dir wirklich wieder eine neue anschaffen möchtest

Die Quaggamuschel

Die Quaggamuschel ist in der Schweiz eine invasive Art, die erstmals 2015 im Bodensee entdeckt wurde. Seitdem breitet sie sich in den Schweizer Seen und Flüssen rasch aus. Besonders betroffen sind der Bodensee, der Zürichsee und der Genfersee. Die Quaggamuschel stellt eine große Herausforderung für die einheimische Wasserökologie dar, da sie heimische Arten verdrängt und das Ökosystem verändert. Durch ihre hohe Filtrationsleistung entzieht sie dem Wasser Nährstoffe, was das Wachstum von Algen und Kleinstlebewesen beeinflusst und das Nahrungsnetz stört. Zudem verursacht sie Probleme in der Wasserinfrastruktur, indem sie Rohre und Leitungen verstopft. Hier ein Link zum SRF Bericht über die Quaggamuschel (2023)
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