Naturschutz
kann jeder*r
Kleine Taten, grosse Wirkung
Biodiversität im Siedlungsraum
Oft vergisst man, dass auch heimische Pflanzen farbig und attraktiv sind. Mit Vorzug sollten aber starke und eher wenig anspruchsvolle Arten gepflanzt werden, damit nicht Frust die Lust verdrängt. In der vorliegenden Broschüre werden auch Pflanzen abgebildet, die mit dem Föhn im Rheintal gut zurechtkommen. Dennoch muss der Standort bezüglich Boden, der Exposition und der Besonnung auf seine Eignung geprüft werden. Kundige Gärtner und Pflanzenfachleute helfen beim Entscheid. Mit der naturnahen Gestaltung des Gartens oder der öffentlichen Grünfläche kommt ein Stück Heimat zurück.
Der igelfreundliche Garten
- Pflanze einheimische Stauden
- Mähe nicht alles
- Lass Totholz und Laub liegen
- Mach dein Garten zugänglich (keine Mauer, offene Zäune)
- Unterstütze den Igel mit einem Igelhaus. Eine Bauanleitung findest du hier:
Hilfe für verletzte Igel
- Notfalltierarzt St. Gallen, Tel. 071 385 66 88
- Igelstation, Schützenstr. 12, 9410 Heiden, Tel. 076 303 94 10
Schmetterlinge
Wer kann sich nicht an den bunten Schmetterlingen erfreuen? Leider werden diese eleganten Flugkünstler immer seltener. Helfen Sie mit, ihnen in urbanen Gebieten eine Lebensgrundlage zu schaffen! Um Schmetterlinge zu fördern, sind nektarreiche Blüten für die Falter und Futterpflanzen für ihre Raupen wichtig. Abgestorbene Pflanzenteile, Asthaufen und alte Bäume bieten Schutz und eine Überwinterungsmöglichkeit für die Raupen. Ein gewisser „Wildwuchs“ und etwas „Unordnung“ sind in einem Schmetterlingsgarten willkommen. Hier findest du eine Bauanleitung wie du solch eine Schmetterlingsspirale bauen kannst. Sie hilft nicht nur den Schmetterlingen sondern ist Wohn- und Speiseort für viele andere Lebewesen. Zu dem ist sie einfach ein Hingucker in jedem Garten, egal wie gross oder klein der Garten ist. Hier geht es zur Anleitung.
Jedes Zwitschern zählt
Leider sind viele Vogelarten durch Lebensraumverlust, Nahrungsmangel und den Verlust von Nistplätzen bedroht. Du kannst ihnen jedoch helfen. Hier findest du alle wichtigen Informationen.
Hilfe für verletzte Vögel
Du hast einen verletzten Vogel oder einen Nestling gefunden? Hier findest du Auskunft.
Hitzeinseleffekt
In Zeiten zunehmender Hitze ist es wichtig, dass wir unsere Gemeinde, unseren Vorplätzen und Gärten klimafreundliche gestalten. Wir können also vor unserer Haustüre beginnen, einen Teil zum Hitzeschutz beizutragen und dabei gleichzeitig das eigene Wohlbefinden und die Biodiversität fördern. Folgende Punkte zeigen auf, wo wir anfangen können. Ebenfalls findest du hier detailliere Informationen über den Hitzeinseleffekt.
Fassaden- & Dachbegrünung
Pflanzen an Hauswand und auf Dächern kühlen das Gebäude.
Helle Fassaden-oberfläche
Helle Oberflächen reflektieren das Licht besser als dunkle.
Entsiegelung
Rasensteine, Grünflächen oder Kies statt Asphalt vermindert die Hitzeentwicklung.
Wasserflächen und Bäume
Brunnen und Teiche erfrischen das Klima, Bäume und Pflanzen bieten Schatten und unterbinden CO2.
Benjes-Hecke
Mit einer Benjeshecke schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du kannst dir selbst einen Sichtschutz bauen und gleichzeitig ist es ein nützliches Versteck für viele Kleintierarten und Insekten. Du kannst dafür das Schnitt gut aus deinem Garten verwenden und es zurück in den ökologischen Kreislauf bringen. Wie du eine solche Hecke anlegen kannst, wird dir hier Schritt für Schritt erklärt.
Fledermäuse schützen und fördern
In der Schweiz sind Fledermäuse stark bedroht. Von den 30 bekannten Arten stehen viele auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Hauptursachen für den Rückgang der Fledermauspopulationen sind der Verlust ihres Lebensraums, etwa durch den Rückgang von alten Bäumen, Höhlen und ungenutzten Gebäuden, die sie als Unterschlupf nutzen. Auch intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden reduzieren ihre Nahrungsgrundlage, indem Insektenbestände schrumpfen. Hinzu kommen Gefahren durch Lichtverschmutzung, die ihre nächtliche Jagd behindert, und der Verlust von Flugkorridoren durch den Ausbau von Siedlungen. Fledermäuse sind in der Schweiz streng geschützt, und es gibt zahlreiche Initiativen, um ihre Lebensräume zu erhalten und zu fördern.
Nahrungsangebot und Lebensraum
Alle einheimischen Fledermausarten ernähren sich von Insekten. Mit ein paar einfachen Massnahmen kannst du bereits das Nahrungsangebot für Fledermäuse verbessern und ihre Lebensräume fördern.
Finde mehr heraus und klicke hier:
Verstecke und Quartiere
Fledermäuse beziehen verschiedenste Quartiere und Verstecke. Du kannst ihnen auch mit Fledermauskästen helfen. Bauanleitungen oder eine Anbieterliste findest du hier:
Verletztes Tier gefunden?
Das Fledermausschutz-Nottelefon 079 330 60 60 berät Finder*innen von in Not geratenen Fledermäusen (keine WhatsApp-Anrufe oder SMS zur Kontaktaufnahme).
Für Beratung und Unterstützung kannst du Rene Güttinger kontaktieren, St. Galler Fledermausbeauftragter.
Die Kontaktdaten findest du hier:
Fassadenbegrünung
Fassadenbegrünung verbessert das Mikroklima, indem sie die Umgebungstemperatur senkt und die Luftfeuchtigkeit erhöht. Sie trägt zur Luftreinigung bei, indem Pflanzen Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft filtern.
Außerdem bietet begrünte Fassaden Lebensraum für Insekten und Vögel und fördern so die Artenvielfalt in städtischen Gebieten. Ist dein Interesse geweckt?
Hier findest du mehr Informationen zum Thema.
Reptilienburg
Die Zauneidechse zählt zu den häufigsten einheimischen Eidechsenarten . Daneben sind auch Wald-, Mauer- und Smaragdeidechsen hierzulande heimisch. Doch durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und zunehmende Flächenversiegelung wird der Lebensraum dieser scheuen Tiere immer knapper. Wer diesem Rückgang etwas entgegensetzen möchte, kann im eigenen Garten neue Lebensräume für sie gestalten, beispielsweise mit einer Reptilienburg.
Mauersegler
Der Mauersegler (Apus apus) ist ein faszinierender Zugvogel, der den Großteil seines Lebens in der Luft verbringt. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 cm ist er ein ausgezeichneter Flieger, der Insekten im Flug jagt und sogar im Flug schlafen kann. Mauersegler brüten in Europa und verbringen den Winter in Afrika. Sie nisten bevorzugt in hohen Gebäuden, Ritzen oder unter Dächern.
In den letzten Jahren sind die Bestände jedoch zurückgegangen, da moderne Gebäuderenovierungen oft ihre Nistplätze zerstören. Der Mauersegler ist in vielen Regionen geschützt, und durch das Anbringen von Nistkästen kann man ihm helfen, neue Brutplätze zu finden. Unter folgenden Button findest du alle wichtigen Informationen für Nisthilfen.
Ruderalflächen
Ruderalflächen, oft unscheinbar, sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Sie fördern Biodiversität, helfen bei der Regeneration gestörter Böden und dienen als ökologische Pufferzonen. Trotz ihres wilden Erscheinungsbilds tragen sie wesentlich zum Erhalt der Natur bei. Nachfolgend findest du eine ausführliche Beschreibung der Ruderalflächen und ihrer Vorteile. Ebenso ist der genaue Aufbau einer Ruderalfläche erklärt, damit du deine eigene Ruderalfläche anlegen kannst.
Trockenmauer
Eine Trockenmauer bietet wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, insbesondere wärmeliebende Arten wie Eidechsen und Insekten. Sie ist langlebig und umweltfreundlich, da sie aus natürlichen Materialien besteht und keine zusätzlichen Baustoffe wie Mörtel erfordert. Zudem sorgt eine Trockenmauer für eine natürliche Entwässerung, da Wasser problemlos zwischen den Steinen abfließen kann, wodurch Staunässe vermieden wird.
Hier geht es zur Bauanleitung.
Steingärten - leblos und problematisch
Karge Steingärten wirken oft leblos und unattraktiv. Sie bieten wenig Lebensraum für Tiere und Insekten, die in natürlichen Gärten wichtige ökologische Funktionen erfüllen. Statt Vielfalt und Grün dominiert eine monotone Steinwüste, die nicht nur optisch trostlos erscheint, sondern auch das Mikroklima negativ beeinflussen kann. Durch die fehlende Vegetation heizen sich die Flächen im Sommer stark auf, speichern kaum Wasser und tragen zur Bodenverdichtung bei. Zudem geht der ökologische Nutzen von klassischen Gärten, wie CO₂-Bindung und Sauerstoffproduktion, vollständig verloren, was sie zu einer umweltschädlichen und wenig nachhaltigen Wahl macht.
Immer mehr Kantone verbieten Schottergärten. Hier findest du einige Berichte zum Thema.
